Wurzelspitzenresektion

Heute ist eine Wurzelspitzenresektion (WSR) nach einer misslungenen Wurzelkanalbehandlung kaum noch nötig. In den meisten Fällen ist eine schonende Revision (Neubehandlung) unter dem Mikroskop ohne Operation die sinnvollere Lösung.

War aber eine neue Wurzelkanalbehandlung unter dem Mikroskop nicht möglich oder nicht erfolgreich, stellt die Mikrochirurgische WSR unter dem Mikroskop die letzte und sinnvollste Rettungsmöglichkeit dar.

Befürchtungen, eine WSR sei schmerzhaft, können wir entkräften: Eine behutsam gesetzte und zuverlässig wirkende Betäubung macht die Behandlung schmerzlos und stressfrei.

Wir sind auf diese Behandlung spezialisiert. Lassen Sie sich gerne bei uns beraten und ggf. einen Heil- und Kostenplan erstellen.

Weiterführende Informationen:

 

Sie ist eine Operation im Wurzelspitzenbereich eines Zahns. Sie soll dort infizierte Bereiche beseitigen, die den Körper belasten bzw. schmerzen und durch den Zahn hindurch nicht behandelt werden konnten.

Es sollte erst geprüft werden, ob eine neue, bessere Wurzelkanalbehandlung möglich ist.

Wenn bei einem wichtigen Zahn die bestmögliche Wurzelkanalbehandlung nicht zur Ausheilung der Entzündung geführt hat.

Meistens läuft sie umbemerkt ohne irgendwelche Symptome ab. Sie lässt sich dann nur im Röntgenbild entdecken. Es können aber auch sichtbare Schleimhautveränderungen im Bereich der Wurzelspitze (Fistelgang) oder Schmerzen vorhanden sein. Schmerzen können unter Umständen auch an anderen Stellen des Körpers auftreten (Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen etc.).

Nein. Es wird eine wirksame Betäubung gesetzt.

Es kommt in der Regel zu einer postoperativen Schwellung. Es kann wie nach anderen Operationen ein geringer, nicht lange anhaltender Wundschmerz auftreten.

Nicht jeder. Dies klärt eine Voruntersuchung und ein Röntgenbild.

Ja. Das Spektrum reicht von der einfachen Behandlung, bei der nur die Wurzelspitze gekürzt wird, bis hin zum aktuellen Behandlungsstandard mithilfe des Mikroskops und mikrochirurgischer retrograder (von der Wurzelspitze aus) Spezialfüllung.

Der Zahn muss schmerzfrei sein und das Röntgenbild darf kein Entzündungszeichen mehr zeigen.

 

 

Wenn durch eine optimale WSR der Erhalt eines wichtigen Zahns mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich ist, sollte sie erfolgen. Bei Zahnverlust muss der fehlende Zahn sonst durch Zahnersatz oder ein Implantat ersetzt werden. Das ist meistens deutlich teurer.

Das kommt auf den Zahnbefund und den erforderlichen Behandlungsaufwand an. Wird nach aktuellem Stand der Technik (siehe Grafiken weiter unten) behandelt, ist die Behandlung zwar teurer, aber auch besser und nachhaltiger als herkömmliche Behandlungen.

Ja, Kieferchirurgen und Zahnarztpraxen können auf die mikrochirurgische WSR unter dem Mikroskop spezialisiert sein. Unsere Praxis ist es.

Das Dentalmikroskop war die entscheidende Innovation für die Endodontie.

Es ist - in Fachkreisen allgemein anerkannt - bei Wurzelspitzenresektionen ein unverzichtbares Hilfsmittel, um unter ausreichender Vergrößerung die Probleme an der Wurzelspitze finden und behandeln zu können.

 

 

Untersuchungen zeigen, dass die letzten 3 mm der Zahnwurzel komplizierte Hohlräume aufweisen können, die dann in seltenen Fällen trotz aufwändigster Behandlung bakteriell infiziert bleiben. Im Rahmen einer dann nötigen Resektion werden die letzten 3mm einer Wurzel operativ entfernt und weitere 3mm des Kanalsystems von der Wurzelspitze aus neu gereinigt und abgefüllt. Die Fachliteratur zeigt klar, dass diese retrograde (von der Wurzelspitze aus) Abfüllung unter dem Mikroskop die entscheidende Maßnahme für den Erfolg der Behandlung ist.

Wegen der komplizierten Hohlräume in der Zahnwurzel können im Wurzelspitzenbereich trotz einer bereits erfolgten Wurzelkanalbehandlung noch Bakterien und eine Vereiterung der Wurzelspitze vorhanden sein.
(roter Bereich der schematischen Darstellung)

 

 

Einkürzung der Wurzelspitze (Resektion).

 

 

Anfärben des Resektionsbereiches um zu schauen, welche Hohlräume unbehandelt sind und ob ein Bruch der Zahnwurzel vorliegt.

 

 

Spiegelkontrolle. Es ist der unbehandelte schlitzförmige Bereich zwischen den beiden Wurzelkanälen zu sehen. Es liegt kein Bruch der Wurzel vor.

 

 

Präparation der infizierten Wurzelbereiche mittels Ultraschallspitze.

Spiegelkontrolle der Präparation.

 

 

Abfüllen mittels Spezialzement.

 

 

Spiegelkontrolle der Füllung.

 

 

Nahtverschluss der Wunde.

Weiterverwendung der Grafiken in jeder Form verboten.
(Alle Rechte bei Dr. Bernhard Albers)

 

Wenn Sie sich noch ausführlicher über den Bereich Endodontie informieren möchten, empfehlen wir Ihnen den Besuch unserer Spezialseite:

endodontologe.hamburg