Wurzelkanalbehandlung

Statistiken in wissenschaftlichen Arbeiten zeigen, dass nach erfolgter Wurzelkanalbehandlung immer noch weniger als 50 Prozent der Zähne gesund sind. Erst die konsequente Anwendung aller wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 20 Jahre sorgt für eine deutlich besseren Erfolg von über 90 Prozent.

Dr. Albers ist auf den Bereich Endodontie (Wurzelkanalbehandlungen und Wurzelspitzenresektionen) spezialisiert. Er hat große Erfahrung in der Behandlung mit dem Dentalmikroskop und behandelt auch Überweisungsfälle - sowohl Erstbehandlungen als auch Revisionen (Neubehandlung eines Misserfolgs).

Eine Auswahl der Fortbildungen

Eine Wurzelkanalbehandlung soll möglichst sämtliche Bakterien aus dem Zahninneren entfernen. Wir halten die Endodontologie für den wichtigsten und anspruchsvollsten Bereich der Zahnheilkunde.

Viele Zähne können heute durch eine fachgerechte Behandlung, besonders durch den Spezialisten, langfristig erhalten werden. Schmerzende bzw. entzündete Zähne lassen sich nach einer misslungenen Ersttherapie oft erfolgreich neu behandeln.

Es gilt zu bedenken, dass bei einem Scheitern einer Wurzelkanalbehandlung und daraus folgender Entfernung des Zahns mit erheblich teureren Investitionen in Zahnersatz oder Implantatversorgungen gerechnet werden muss. Wir raten, insbesondere in den folgend genannten Fällen, die bestmögliche Therapie zu wählen:

  • noch vorhandene geschlossene Zahnreihe
  • wichtiger Pfeilerzahn für vorhandenen Zahnersatz
  • im Frontzahnbereich

Befürchtungen, eine Wurzelkanalbehandlung sei schmerzhaft, können wir entkräften: Eine behutsam gesetzte und zuverlässig wirkende Betäubung macht die Behandlung schmerzlos und stressfrei.

Lassen Sie sich gerne bei uns beraten und ggf. einen Heil- und Kostenplan erstellen.

Weiterführende Informationen:

Sie soll unrettbar erkranktes Nervgewebe (Nerventzündung) im Zahninneren inklusive aller Bakterien komplett entfernen. Danach wird das Zahninnere gefüllt und der Zahn bakteriendicht verschlossen (siehe Grafiken weiter unten).

Meistens durch unentdeckte tiefe Karies zwischen den Zähnen oder unter undichten Füllungen. Diese Prozesse schmerzen in der Regel nicht und lassen sich meist nur durch Röntgenbilder entdecken. In seltenen Fällen entzünden sich Nerven nach Überkronungen von Zähnen.

Wenn Bakterien in den Zahnnerven eingedrungen sind und sich eine Nerventzündung entwickelt hat oder wenn eine vorherige Wurzelkanalbehandlung nicht erfolgreich war.

Der Zahn kann bei akuter Entzündung schmerzen oder aufbissempfindlich, bei chronischer Entzündung allerdings auch ohne Beschwerden sein.

Ja. Das Spektrum reicht von einer einfachen Behandlung bis hin zum aktuellen Behandlungsstandard mit der besten Prognose. Dabei können der Einsatz des Dentalmikroskops und spezialisiertes Behandlungswissen erforderlich sein.

Wenn nach den aktuellen Behandlungsstandards gearbeitet wird, nein. Der Zahn kann eventuell aber für ein paar Tage etwas empfindlich sein.

Fachgerechte Wurzelkanalbehandlungen dauern je nach Zahn und nötigem Behandlungsaufwand zwischen 1 und 3 Stunden und können im Regelfall in einer Sitzung abgeschlossen werden.

Das ist pauschal nicht zu beantworten und kommt auf den Zahnbefund und den erforderlichen Behandlungsaufwand an.

In der Regel nicht! Wenn durch eine Wurzelkanalbehandlung der Erhalt eines wichtigen Zahns möglich ist, sollte sie erfolgen. Bei Zahnverlust muss der fehlende Zahn sonst durch Zahnersatz oder ein Implantat ersetzt werden. Das ist meistens viel teurer.

Nein! Er steht weiter lebendig im Zahnfach. Es ist lediglich der Nerv im Inneren entfernt.

Der Zahn muss schmerzfrei sein und im Röntgenbild darf kein Entzündungszeichen mehr sichtbar sein.

Nur in seltenen Fällen. Erst sollte geprüft werden, ob eine neue, bessere Wurzelkanalbehandlung möglich ist.

Da ein wurzelkanalbehandelter Zahn leichter brechen kann, braucht er anschließend in der Regel eine Teilkrone oder Krone zur besseren Kaukraftverteilung.

Ja, Zahnarztpraxen können auf Wurzelkanalbehandlungen unter dem Mikroskop  spezialisiert sein. Unsere Praxis ist es.

Das Dentalmikroskop war die entscheidende Innovation für die Endodontie. Es hilft bei Wurzelkanalbehandlungen, einen möglichst genauen Einblick in den Zahn zu erhalten.  Ein wesentlicher Aspekt ist das Auffinden von versteckten Kanalsystemen. Auch Probleme tief in den Wurzelkanälen können so gefunden und behandelt werden.

mit freundlicher Genehmigung von Dr. Frank Paqué

Jeder Zahnnerv (rote Struktur) ist einzigartig geformt wie z.B. auch ein Fingerabdruck. Das macht die Reinigung des Zahninneren so anspruchsvoll. Es müssen alle Hohlräume gefunden, gereinigt und desinfiziert werden. Das Bild zeigt den Micro-Scan eines Backenzahns.

Das Wichtigste zuerst:
Eine optimale Behandlung sollte unter dem Mikroskop erfolgen. Unten sehen wir einen Zahn, in dem eine Karies (braun) den Nerv (rot) erreicht hat; dieser hat sich entzündet.

Besonders bei zwei Kanalsystemen in einer Wurzel ist mit komplexen Verhältnissen zu rechnen. Beide Kanalsysteme einschließlich aller Verbindungen müssen für eine erfolgreiche Behandlung gereinigt und sämtliche Bakterien müssen entfernt werden.

Zuerst wird der Zahn mit einem Spanngummi  (Kofferdam) isoliert. So kann mit Spüllösungen gearbeitet werden, ohne dass diese in den Mund gelangen. Außerdem gewährleistet der Kofferdam das sterile Arbeiten. Generell empfinden Patienten eine Wurzelkanalbehandlung mit Kofferdam angenehmer als ohne.

Zunächst findet die Erweiterung der zentralen Kanalanteile mit rotierenden Instrumenten statt.

Der graue Bereich ist jetzt gereinigt. Die orangefarbenen Anteile sind weiterhin ungereinigt.

Mit der "chemischen Aufbereitung" werden diese Bereiche anschließend mit hoch wirksamen Spüllösungen gereinigt.

Der Idealzustand: Sämtliche Kanalanteile sind optimal gereinigt.

Jetzt erfolgt die "dreidimensionale" Wurzelfüllung in alle Hohlräume hinein.

Die fertige Wurzelfüllung.

Abschließend wird der Zahn mit einer bakteriendichten Füllung verschlossen.

Weiterverwendung der Grafiken in jeder Form verboten.
(Alle Rechte bei Dr. Bernhard Albers)

 

Wenn Sie sich noch ausführlicher über den Bereich Endodontie informieren möchten, empfehlen wir Ihnen den Besuch unserer Spezialseite:

endodontologe.hamburg